Tiflis Stadtrundgang

Tiflis (auch Tbilissi) ist die Hauptstadt und gleichzeitig die größte Metropole von Georgien. Wie viele Hauptstädte ist auch Tiflis chaotisch, vielseitig, dichtbewohnt und reich an Sehenswürdigkeiten. Hier haben wir die wichtigsten gesammelt.

Festung Nariqala

Die Festung Nariqala wurde im 3. Jahrhundert n. Chr. auf einem Berggipfel erbaut und ist seitdem der Stolz Georgiens. Im Mittelalter diente sie zu Verteidigungszwecken, wobei sie mehrfach von Invasoren zerstört, anschließend aber immer wieder aufgebaut wurde. Zum letzten Mal wurde Nariqala im Jahr 1827 zerstört; einige Quellen berichten von einem Blitz, der das Pulvermagazin getroffen haben soll. Zu dieser Zeit hatte die Festung ihren militärischen Zweck verloren, weshalb sie nicht wieder restauriert wurde. Die Ruinen sind sehr beliebt bei Touristen, da man von oben eine spektakuläre Aussicht auf Tiflis hat.

Kartli Deda

Tiflis Sehenswürdigkeiten

Kartlis Deda

Ein Fußweg führt von Nariqala zur Statue Kartlis Deda. Kartlis Deda bedeutet Mutter Georgiens und repräsentiert den georgischen Charakter. In ihrer linken Hand hält sie eine Schale mit Wein, welche für die berühmte georgische Gastfreundschaft steht; in ihrer rechten Hand hält sie ein Schwert, um den Kampfgeist Georgiens zu symbolisieren.

Kirchen und Co.

Tiflis Stadtrundgang

Sameba Tiflis

Wenn man sich für die christlich-orthodoxen Bauwerke Georgiens interessiert, dann bietet Tiflis zahlreiche Anlaufpunkte. Die Sameba-Kathedrale ist zum Beispiel ein MUST-SEE. Sie ist die größte orthodoxe Kirche in Georgien und die drittgrößte auf der Welt. Ebenfalls einen Besuch wert sind die Antschischati-Basilika aus dem 6. Jahrhundert, eine der ältesten Kirchen Georgiens, die Sioni-Kathedrale (ebenfalls aus dem 6. Jahrhundert), welche zu den wichtigsten Gebetshäusern der georgischen Landeskirche gehört, und die Kaschweti-Kirche, welche durch ihre reichen Ornamente und Fresken bekannt ist.

Friedensbrücke

Tiflis Sehenswürdigkeiten

Friedensbrücke Tiflis

Die Friedensbrücke ist eine moderne Konstruktion, deren Bau mit sehr vielen Protesten verbunden war. Sie wurde im Jahr 2010 eröffnet und bei Teilen der Bevölkerung sehr negativ wahrgenommen. Viele befürchteten, dass diese moderne Brücke nicht zum Image der Stadt passen und das Stadtbild negativ beeinflussen würde. Mittlerweile hat sie sich jedoch etabliert, sodass man sich Tiflis ohne Friedensbrücke kaum mehr vorstellen kann.

Abanotubani

Abanotubani, das Badeviertel. ist sehr eng mit dem Namen Tiflis verbunden. Tiflis/Tbilisi kommt von dem Wort tbilo, was „warm“ bedeutet und sich auf die Schwefelquellen bezieht, die zufällig von König Wachtang Gorgassali I. entdeckt worden waren. Der König hatte bei der Jagd einen Falken getroffen, der in die heißen Quellen fiel und bereits gekocht war, als der König ihn fand. So entschied Wachtang, an dem Ort eine Stadt zu gründen – seitdem sind auch die Thermalbäder in Benutzung.

Die Thermalbäder, welche man heute sieht, stammen aus dem 17. Jahrhundert und wurden im persischen Stil aus Ziegeln erbaut. Viele Prominente waren im Laufe der Jahre hier zu Gast, zum Beispiel Alexandre Dumas oder Alexander Puschkin, und auch wir können den Besuch nur empfehlen.

Botanischer Garten

Hier findet man Bäume, die 200 Jahre alt sind, sowie seltene Pflanzen, Blumen und sogar einen Wasserfall. Der deutsche Botaniker Heinrich Scharrer leitete und erweiterte den Garten, dessen Orchideen schon wenige Jahre nach seiner Gründung als die schönsten im russischen Reich galten, in der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts und steigerte seinen Bekanntheitsgrad.

Rustaveli Avenue

In der Rustaveli Avenue befinden sich zahlreiche Restaurants und Cafés sowie moderne und traditionelle Geschäfte. Die Straße ist sehr schön und zeigt die moderne Seite der Stadt – ein kleiner Bummel lohnt sich auf jeden Fall. Ein anderes Viertel, das ein bisschen ruhiger und vornehmer ist, heißt Scharden.

Seilbahn

Eine Seilbahn verbindet den Mtatsminda-Park und das Zentrum. Der Mtatsminda-Park ist der höchste Ort von Tiflis und bietet die Möglichkeit, spektakuläre Fotos zu schießen. Außerdem gibt es ein Riesenrad und verschiedene Attraktionen, die nicht nur für Kinder spannend sind.

Weiteres

Tbilissi

Tiflis Stil

Darüber hinaus gibt es zahlreiche Museen, wie z. B. das Georgische Nationalmuseum, das Ethnographische Museum am Schildkrötensee, welches sich komplett im Freien befindet, das Museum von Surab Zereteli und andere. Der berühmte antike Flohmarkt auf der Trockenen Brücke ist ebenfalls interessant für Touristen, und auf dem Deserteursmarkt kann man traditionelle Gewürze, Süßigkeiten, Obst, Gemüse und vieles mehr kaufen.

Aber auch ein einfacher Spaziergang durch die alten Straßen kann abenteuerlich sein. Den berühmten Tiflis-Stil – hölzerne, groteske Ornamente aus dem 18. und 19. Jahrhundert, die viele Balkone und Treppen schmücken – findet man nur hier.

Kategorien: Städte

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